Wiebke Bogner (Kroschke Gruppe): Die weitere Professionalisierung und Digitalisierung im Recruiting bleibt ein aktuelles Thema.

In diesem Interview haben wir mit Wiebke Bogner, Personalreferentin im Recruiting & Employer Branding bei der Kroschke Gruppe, gesprochen. Wiebke Bogner teilt am 05. Dezember beim Recruiting FORUM in München ihre Erfahrungen mit dem „Relaunch des Karriere-Portals & der Kandidatenansprache bei der Kroschke Gruppe“.

Im Vorfeld ihres Fachvortrages haben wir sie gefragt, wie sich die Herausforderungen für die Kroschke Gruppe am Arbeitsmarkt verändert haben und mit welchen neuen Ansätzen sie diesen begegnen. Dabei probiert das Team immer wieder neues aus – und zwar immer mit einem bestimmten Ziel:

(1) Fr. Bogner – Sie sprechen beim Recruiting FORUM über Ihre inhaltliche Neuausrichtung in der Kandidatenansprache. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Vortrag belegen?

Candidate Experience, Digitalisierung, Employer Branding

(2) Wie haben sich Ihre Herausforderungen am Arbeitsmarkt verändert?

Die grundlegende Herausforderung innerhalb unserer Unternehmensgruppe sind die unterschiedlichsten Stellen, die wir besetzen. Wir haben deutschlandweit ca. 500 Standorte – hier bieten wir viele Minijobs/ Teilzeitarbeitstellen für Verkäufer und Servicefahrer an. In der Zentrale in Ahrensburg hingegen suchen wir zumeist Vollzeitkräfte, viele IT Spezialisten – und das am Rande von Hamburg, einer attraktiven, gut bezahlenden Großstadt.
Dies erfordert komplett unterschiedliche Ansprachen auf verschiedenen Kanälen. Da der Bewerbermarkt immer enger wird und wir in vielen Regionen auf Vollbeschäftigung zulaufen, müssen wir uns die Frage stellen – wo finden und aktivieren wir die Bewerber für die jeweilige Stelle?

(3) Mit welchen neuen Ansätzen begegnen Sie diesen Herausforderungen?

Wir haben unsere Karriereseiten überarbeitet und in diesem Zuge den Bewerbungsprozess unkomplizierter, straffer und bewerberfreundlicher gestaltet. (telefonische Kontaktdaten, E-Mail Kontakt, kurzes Bewerberformular, CV Parser, der automatisch das Bewerberformular füllt, für mobile Nutzung optimierte Anzeigen…)
Gleichzeitig haben wir die Sinnhaftigkeit unserer Publizierungskanäle komplett hinterfragt und uns neu ausgerichtet. Wir nutzen bewährte und auch neue Wege der Ansprache und der Publizierung von Stellen (Facebook / Instagram Anzeigen, LinkedIn, Xing, Active Sourcing mit Talentwunder, Karrieremessen, Unternehmenskooperationen, Experimente im Active Sourcing).

Wir probieren uns immer weiter aus – immer mit dem Ziel: Ausreichend Bewerber in einem enger werdenden Bewerbermarkt finden und gewinnen.

(4) Was waren Ihre Ziele bei der Überarbeitung Ihres Karriereportals?

Die Auffindbarkeit und Nutzerfreundlichkeit unserer Stellen verbessern, übersichtlich Informationen bzw. Einblicke geben und eine unkomplizierte Bewerbung ermöglichen, waren unsere nach außen gerichteten Ziele. Nach innen gerichtet war es uns wichtig, die Recruitingprozesse und auch die Kostenstruktur der Stellenschaltungen zu optimieren.

(5) Welche weiteren Aktionen planen Sie für die Zukunft?

Die weitere Professionalisierung und Digitalisierung im Recruiting bleibt ein aktuelles Thema für uns. Wir probieren uns immer weiter aus, versuchen uns noch sichtbarer zu machen. Gleichzeitig arbeiten wir an den „Baustellen“, die uns intern und extern aufgezeigt werden. Man lernt nur, wenn man Dinge selbst aktiv versucht.

(6) Mit welchen Themen und Fragestellungen kommen Sie zum Recruiting FORUM?

Für uns ist es sehr spannend zu sehen, wie andere Unternehmen den Herausforderungen im Recruiting begegnen und mit welchen Möglichkeiten man dort positive Erfahrungen gesammelt hat.

(7) Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung?

Ich freue mich auf einen regen Austausch und neue Impulse.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

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Marta Medvedec

Marta Medvedec

Marta Medvedec ist für das Content Marketing Management bei Kongress Media zuständig und unterstützt diese bei der inhaltlichen Ausgestaltung der verschiedenen Fachblogs rund um die Themen & Events zur Digitalisierung & digitalen Transformation.

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