HR LinkBits im Mai: Beiträge zur Gestaltung der digitalen Reise von HR!

Letzte Woche fand unser erste HR Innovation SUMMIT statt und wir sind sehr zufrieden: Es war eine spannende Diskussion mit vielen unterschiedlichen Perspektiven auf die Digitalisierung der HR-Funktion. Insgesamt zu urteilen ist – dass wir noch lange nicht da sind, wo die Experten meinen, dass Unternehmen schon sein sollten. Es gibt durchaus noch viele Ressentiments in Bezug auf datenbasierte Unterstützung im Prozess. Auch ist noch viel Überzeugungsarbeit beim Management zu leisten – mit der Digitalisierung nicht nur eine Prozessoptimierung (und damit Kosteneinsparung), sondern auch eine stärkere Mitarbeiterorientierung zu erzielen. Wir hoffen hierzu mit dieser und weiteren Veranstaltungen einen Impuls geben zu dürfen.

Der Mai und insbesondere die kommende Woche mit dem anstehenden Recruiting Convent, dem HR Pepper Hoffest und dem HR Innovation Day sind entgegen der derzeitigen Wetterlage doch schon sehr heiß – als Input für die weiteren Diskussionen haben wir heute wieder einige Links zu Beiträgen zusammengestellt, die uns nachhaltig zum (Nach-)Denken angeregt haben:

  • Digital HR: die große Kluft zwischen Vision und Status Quo – Wir freuen uns über den Review von Christopher Kuhl zum vergangenen HR Innovation SUMMIT, der gut wiederspiegelt, wo das Thema derzeit steht- nämlich noch am Anfang. Gleichsam ist aber auch festzuhalten, dass derzeit bei dem Thema mehr in Bewegung ist – als noch vor einem Jahr.
  • The Future of Work – An Employee Perspective – Spannender Beitrag von Priya Bagga zur Mitarbeitersicht auf die Zukunft der Arbeit: „In this blog, I am exploring the 12 factors that are driving this New employee’s priorities, perspectives and expectations. Organizations and their leaders need to understand these changing needs to meet the aspiration of their employee from the Future-of-Work.“
  • Wichtig für Personaler: Die Bereitschaft zu lernen – Keynote-Speaker Wolfgang Göbel im Gespräch – Am nächsten Samstag findet in Leipzig der jährliche HR Innovation Day von Prof. Peter M. Wald statt. Mit vielen Interview hat Peter M. Wald die Veranstaltung bereits medial vorbereitet – auch mit seinen zwei Haupt-Keynote-Speakern – zum Einen dem Learning-Experten Harold Jarche (siehe Interview hier) und dem Unternehmer und Ex-Personaler Wolfgang Göbel. Im Interview beschreibt Wolfgang Göbel sehr klar – worauf es für Personaler bei ihrer Arbeit und der digitalen Veränderung heute ankommt: „Trotz aller notwendigen und ggf. effizienzsteigernden digitalen Massnahmen, bleibt eine wesentliche Aufgabe von Personalern Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen, aufzubauen, zu pflegen und wenn nötig auch zu beenden. Dazu braucht es Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit Situationen richtig einschätzen zu können, Intuition und Souveränität.“
  • Recruiting Trends 2019 – Digitalisierung vs Human first – Im Interview mit Gero Hesse fasst Prof. Dr. Tim Weitzel von Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) an der Universität Bamberg seine Erkenntnisse aus seiner mit Monster zusammen erstellten Unternehmens- und Kandidatenstudie zu den Recruiting Trends 2019 zusammen. Zentrales Thema ist dabei die Optimierung des Recruiting-Prozesses durch den Einsatz von Chatbots und KI. Neben den technischen Veränderung sieht er vor allem eine Veränderung in der Rolle des Recruiters: (Quelle: Antwort von Prof Tim Weitzel aus dem Interview)
      • Die Jobs ändern sich. Die Recruiter schätzen, dass die Hälfte der Jobprofile sich ändern wird und teils wichtige Profile noch völlig unbekannt sind.
      • Die Arbeit ändert sich. Recruiter und Kandidaten erwarten zum Beispiel mehr Zusammenarbeit mit intelligenten Maschinen, was Weiterbildung erfordert.
      • Vor allem ändern sich die Skills, die ein Recruiter braucht. Du hattest mit uns schon einmal für die Recruiting Trends 2011 erarbeitet, welche neuen Anforderungen u.a. durch Social Media auf den „Recruiter 2.0“ zukamen. Für 2024 werden analog dazu vor allem Fähigkeiten im Kontext Employer-Branding-Kampagnen, Apps und Gadgets sowie datenbasiertes Recruiting viel wichtiger. Active Sourcing bleibt sehr wichtig. Interessanterweise gehen die meisten Recruiter davon aus, dass Vorauswahl, KI, Kommunikationsfähigkeit und Gestaltung von Stellenanzeigen deutlich weniger wichtiger sein werden.
  • Google for Jobs erobert Deutschland: Was Sie jetzt wissen müssen – Aktuell „heißes Eisen“ in der Recruiter-Community ist der Start von „Google for Jobs“ – u.a. wohl in Kürze auch in Deutschland. Letztendlich geht es dabei um die Bereitstellung von strukturierten Daten über Stellenausschreibungen im Micro-Format, die dann besser maschinell von Google verarbeitet werden können und nativ in entsprechenden Suchergebnissen verlinkt werden. Der schon etwas ältere, aber immer noch aktuelle Beitrag von personalmarketing2null-Blogger Henner Knabenreich gibt einen spannenden Einblick in das Thema.
  • The Need for Continuous Reskilling: It’s Time for HR to Act – Immer wieder heißt es: Entscheidend für das Gelingen der digitalen Transformation ist der Dreiklang von Toolset, Skillset und Mindset. Viel wurde schon gesagt über das richtige Mindset – aber auch das Skillset ist immens wichtig. Und hier müssen zukunftsweisende „Personalentwicklungskonzepte“ ansetzen – und die Befähigung der Mitarbeiter für den digitalen Wandel systematisch unterstützen. Im Beitrag stellt Ian Bailie heraus, worauf es beim „Befähigungsmanagement“ (oder nennen wir auch Kompetenzmanagement oder Learning & Development oder Personalentwicklung oder „Skill-based Talent Management“) ankommt.

Wir hoffen wieder ein paar interessante Beiträge zusammengestellt zu haben und wünschen viel Spass beim Lesen!


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