Bundesverband der Personalmanager sieht die digitale Transformation von HR im Fokus der Trends 2019

Wie jedes Jahr veröffentlicht auch der Bundesverband der Personalmanager (BPM) seine zehn wichtigsten Handlungsfelder, die das HR-Jahr prägen sollen, in einem Trend-Papier veröffentlicht (Pressemitteilung / Report). Und da hat sich das Thema „digitales HR Management“ von Platz 10 in 2018 auf Platz 1 in 2019 geschoben.

Im Kern geht es beim „Digital HR“ nach dem Trend-Papier des BPM um administrative Prozess-Aspekte, die nun digital und automatisiert ablaufen: „Prozesse werden automatisiert, Bots beantworten gängige Fragen, künstliche Intelligenz unterstützt dabei, Bewerber/innen auf die richtige Position zu bringen oder Entwicklungspotenziale aufzuzeigen“. An weiteren Stellen werden auch die Aspekte wie digitale Bildung, Future of Work und Employee Experience gelistet: (Quelle)

  1. Digital HR – Nutzen intelligenter Technologien ethisch ausloten
  2. Digitale Bildung – ein neuer Bildungskanon für die digitale Arbeitswelt
  3. Future of Work: zwischen Selbstverantwortung und Kollaboration
  4. Mitarbeitergewinnuung als Kernherausforderung auf dem Bewerbermarkt
  5. Mitbestimmung 4.0: Der Betriebsrat als Partner für flexibles Arbeiten
  6. Diversity wird zum entscheidenen Wettbewerbsfaktor
  7. HR als Potentialentfalter
  8. Führungskräfte sind als Vorbilder und Coaches gefragt
  9. Employee Experience und Employee Engagement stärken
  10. Betriebliches Gesundheitsmanagement als Anti-Entgrenzungs-Strategie

Grundsätzlich bestätigt das Trend-Papier die Ausrichtung unseres HR Innovation SUMMIT, wenngleich wir aber das Thema „Digital HR Management“ etwas umfassender sehen. Neben den verbesserten Prozessen durch neue digitale Tools braucht es vor allem den „Digital Mindset“ und die „Befähigung für digitales Arbeiten“ – sowohl in der HR-Disziplin wie auch als Entwicklungsziele für die Mitarbeiter und Manager im Unternehmen – um die digitale Transformation in HR und dem Unternehmen voranzubringen.

Das „Mindset“-Thema ist nach der BPM-Logik in die Punkte „digitale Bildung“ – bei dem dann allerdings nur der Wandel hin zu digitalen Lernformaten gesehen wird -, „Future of Work“ – worunter die Arbeitsorganisations- und zeitmodelle fallen, aber leider nicht das Thema „Digital Leadership“, was unter dem Trend „Führungskräfte sind als Vorbilder und Coaches gefragt“ allgemein gesehen wird – und „HR als Potentialentfalter“ – worunter die Talent-Entwicklung gesehen wird. Die „Employee Experience“ wird dann noch als wichtige Maßnahme im Wettbewerb um Talent herausgestellt.

Wir finden, dass diese Trends natürlich richtig sind – im Sinne von – „diese Entwicklungen wird es in den Unternehmen in 2019 geben“.  Aber für den Wandel zu einer zukunftsfähigen HR-Disziplin im digitalen Zeitalter sind diese Themen noch lange nicht radikal genug. Die zukunftsweisende Veränderung würde ein radikales Umdenken beinhalten – wie es auch Felicitas von Kyaw, BPM-Präsidiumsmitglied und VP HR Business Area Customers & Solutions der Vattenfall Group, im BPM Trendreport formuliert: „Das ist in gewisser Weise ein Paradigmenwechsel. Wir kommen als Personaler eher aus der Prozessdenke, doch wir können als Personalwesen eine Organisation beziehungsweise die Menschen in ihr dahingehend unterstützen, positive Erfahrungen zu machen und Erlebnisse zu gestalten.“

Mit dem HR Innovation SUMMIT am 08. Mai in München wollen wir Erfahrungen von HR-Verantwortlichen diskutieren, die diesen Weg in Teilen bereits beschritten haben und Erfahrungen mit positiven Erlebniskonzepten entlang der Employee Journey, Mitarbeiter-selbstbestimmten HR-Prozessen, digitalen Befähigungsansätzen, neuen Leadership- und Organisationsmodellen und Daten-getriebenen Business- und Performance-Support gesammelt haben.

 

 


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